Das eigentliche Problem: Monteurszeit ist nicht gratis
Viele Elektrobetriebe bauen Unterverteilungen noch selbst — aus Gewohnheit, weil die Teile da sind, oder weil ein eigener Bau „günstiger" klingt. Die Rechnung stimmt nur, wenn man die Stundensätze außen vor lässt.
Eine einfache 8-TE-Unterverteilung (1 FI + 4 LS) kostet den geübten Elektriker erfahrungsgemäß 45 bis 90 Minuten: Teile richten, verdrahten, beschriften, Sichtprüfung, Ablegen der Schaltplan-Kopie. Kommt die vorgeschriebene Stückprüfung mit Protokoll dazu (DIN EN 61439-3), addieren sich weitere 20 bis 30 Minuten.
Bei einem Verrechnungssatz von 80 €/h kostet die Stunde am Werktisch genauso viel wie die Stunde auf der Baustelle — aber nur eine davon fakturieren Sie dem Kunden.
Das ist der Kern des Arguments: Fremdbeziehung ist keine Kostenfrage, sondern eine Kapazitätsfrage. Wer Monteure nicht an den Werktisch bindet, kann mehr Projekte gleichzeitig bedienen.