Ein AC-gekoppelter Batteriespeicher — heute die häufigste Bauform bei Neuinstallationen — enthält einen eigenen Wechselrichter. Dieser Wechselrichter speist Energie aus der Batterie ins Hausnetz ein und kann dabei Gleichfehlerströme über 6 mA erzeugen.
Das Problem: Ein handelsüblicher FI Typ A erkennt zuverlässig nur Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme. Gleichfehlerströme über 6 mA können ihn blind machen — er würde nicht mehr auslösen, auch wenn Menschen gefährdet wären.
Deshalb verlangen viele Speicherhersteller am Wechselrichter-Abgang entweder:
- FI Typ B — erkennt alle Fehlerstromanteile inklusive glatte Gleichfehlerströme
- FI Typ A mit integriertem DC-Überwachungsschutz (DCD) — wenn der Hersteller einen eingebauten DCD-Schutz zertifiziert hat
Maßgeblich ist immer die Herstellervorgabe für das jeweilige Gerät. Die normkonforme Auslegung liegt beim errichtenden Elektrofachbetrieb.
Planungshinweis: Dieser Ratgeber ist ein Orientierungsrahmen für Elektrofachbetriebe. Die normkonforme Auslegung, Typenauswahl und Schutzkonzeptentscheidung liegen beim errichtenden Elektrofachbetrieb. Maßgeblich sind die Herstellervorgaben des Speichersystems, DIN VDE 0100-712, VDE-AR-N 4105 sowie die jeweils gültigen VDE-Normen.