Eine Photovoltaikanlage besteht aus zwei Spannungsebenen: Die Solarmodule liefern Gleichstrom (DC), den der Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom (AC) umwandelt. Der AC-Ausgang des Wechselrichters — der Einspeisepunkt ins Hausnetz — ist der Teil, der elektrisch geplant und normkonform abgesichert werden muss.
Maßgebliche Normen für Elektrobetriebe:
- DIN VDE 0100-712: Errichten von Niederspannungsanlagen für PV-Quellen. Regelt Schutzmaßnahmen, FI-Anforderungen und Leitungsführung auf AC- und DC-Seite.
- VDE AR N 4105: Technische Anforderungen für Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz. Regelt Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz), Anmeldung beim Netzbetreiber und Einspeisung.
- DIN VDE 0100-443 / -534: Anforderungen an den Überspannungsschutz (SPD) — relevant für PV-Anlagen mit langen DC-Leitungswegen oder in Blitzschutzzone.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt eine Planungsorientierung für Elektrobetriebe. Normkonforme Ausführung und Anmeldung beim Netzbetreiber liegen beim errichtenden Elektrofachbetrieb. Maßgeblich sind immer die aktuell gültigen VDE-Normen und die Anforderungen des jeweiligen Netzbetreibers.