Eine Standard-Wallbox arbeitet unidirektional: Energie fließt nur in eine Richtung — vom Netz ins Fahrzeug. Eine bidirektionale Wallbox (BiDi) kann auch in Gegenrichtung betrieben werden:
- V2H (Vehicle-to-Home): Das Fahrzeug speist Energie ins Hausnetz. Die gespeicherte Batteriekapazität des E-Autos versorgt Haushaltsverbraucher, z. B. bei hohen Strompreisen oder als Notstrom-Puffer.
- V2G (Vehicle-to-Grid): Das Fahrzeug stellt Regelenergie für das öffentliche Netz bereit. In Deutschland im Aufbau; erfordert spezifische Netzbetreiber-Vereinbarungen und ein intelligentes Messsystem.
- V2L (Vehicle-to-Load): Das Fahrzeug versorgt 230-V-Verbraucher direkt über einen Fahrzeug-eigenen Ausgang — ohne externe Wallbox.
Für Elektrobetriebe relevant ist vor allem V2H: Kunden fragen nach, wenn die PV-Anlage ausgebaut ist und die Fahrzeugbatterie als Kurzzeitig-Speicher dienen soll. Der Installationsaufwand unterscheidet sich wesentlich von einer normalen Wallbox-Montage.